Gestisches

»Unsere Figuren entstehen assoziativ aus der Übereinanderschichtung von Linien, alten Figuren und alten Räumen: Farbgruppen wechseln ab mit Raumschichten und neuen Form-Knäueln; Relikte aus früheren Schichten tauchen auf … Das persönliche Formenrepertoire des Einzelnen wird in das Raumgestrüpp hineingeworfen, dem »Ton« ausgesetzt, den Farben aufgeschichtet. Die Fläche ist der Spielplatz, wo das Gerümpel, das der Vorliebe des Einzelnen entspringt, dem neutralen Raum ausgesetzt wird. Es wird verschluckt, taucht wieder auf, treibt in Strudeln, versinkt, spaltet sich, wird aufgeschlitzt, zusammengepresst, bildet Inseln, löst sich auf, treibt weiter, und kann am Ende fest werden, gerinnen zu Schatten und Emanationen.«

SPUR, 1959

»Ja, ich gehe das Malen so an, wie man Vorstudien angeht: das heißt direkt. Ich arbeite nicht nach Entwürfen, ich nehme keine Skizzen und Zeichnungen und Farbstudien, die ich zu einem fertigen Bild mache. Je direkter, je unmittelbarer heute die Malerei, desto größer die Chance, dass sie zu einer Aussage kommt.«

Jackson Pollock, 1967

Foto: Tobias Roch, Hagen Bildrechte: Calder Foundation New York / Foto Stiftung Lehmbruck Museum Bildrechte: gemeinfrei, Foto: Peter Hinschläger Bildrechte: VG Bild Kunst, Bonn 2014

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