die themen

Die 15 kuratierten Themen der museumsplattform nrw folgen den Leitthemen der Kunst der Moderne und der Gegenwart. In virtuellen Ausstellungen werden die zahlreichen Werke der Plattform in inhaltliche und formale Beziehungen gesetzt. Durchwandern Sie die Themenräume. Erkunden Sie die Vielfalt der künstlerischen Positionen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Themen folgen keiner rein stilistischen Einteilung, sondern versammeln das breite Spektrum des Umgangs mit den jeweiligen Themenfeldern:

Das Thema Bild & Ornament spannt einen zeitlichen Bogen vom Kubismus und der frühen Abstraktion bis in die 1980er Jahre hinein. Entweder durch einen hohen Abstraktionsgrad, durch einen flächigen Farbauftrag, durch wenig bis fehlende Bildtiefe oder durch die rhythmische Motivanordnung besitzt jedes Werk etwas Ornamentales.

Das Thema Farbe & Modulation präsentiert Positionen der Auseinandersetzung von Künstlern mit der Wahrnehmung und Wirkung von Farbe. Jeder kennt den Einsatz der Signalfarbe Rot im Stoppschild am Straßenrand oder die werbewirksame Verwendung bestimmter Farbkombinationen. Das Experimentieren mit der Farbskala und den einzelnen Farbwerten sowie Fragen der Wechselwirkung der Farben untereinander sind Aspekte, die auch zahlreiche Künstler beschäftigen.

Unter dem Schlagwort Gestisches sind malerische Positionen versammelt, bei denen der Malakt für das gestalterische Ergebnis eine bedeutsame und bestimmende Rolle spielt. Expressive, schnelle Farbaufträge, die durch einen ebensolchen dynamischen körperlichen Einsatz entstanden, bilden einen Hauptteil dieser Auswahl.

Der Bereich der Konstruktion beschäftigt sich mit diversen Werken der modernen und zeitgenössischen Kunst, die sich mathematischen und geometrischen Grundstrukturen und Systematiken verschrieben haben. Dabei basieren die Systematisierungen oftmals auf intellektuellen Theorien oder manifestierten Ideologien, über die man in den einzelnen Werkbetrachtungen Näheres erfährt.

Das große Feld der Konzeptkunst, welche nicht mehr das künstlerische materielle Ergebnis, sondern den geistigen Vorgang und intellektuellen Prozess als Kunstwerk definiert, wird in den zahlreichen und unterschiedlichen Arbeiten der Konzeptionen vorgestellt. Aber wie gestaltet sich eine Arbeit, die nach den vorangegangenen geistigen Entscheidungen mit Sol Lewitts Worten »nur noch eine rein mechanische Angelegenheit« ist?

Licht & Bewegung werden in der Kunst der Moderne als eigenständige und vollwertige ästhetische Mittel begriffen. In den vorgestellten Werken dieses Themas nimmt das Licht nicht nur Einfluss auf die visuelle Wahrnehmung, sondern wird selbst zur »Farbe« der Künstler. Die Veränderung von Form und Wahrnehmung durch Bewegung wird als Gestaltungsmittel eingesetzt und reflektiert.

Nicht nur dem Licht und der Bewegung werden Gestaltungsqualitäten zugeschrieben, sondern auch dem Material selbst. Die Wahl des Materials ist sowohl eine ästhetische als auch inhaltliche Entscheidung. Zahlreiche Werke berücksichtigen und thematisieren die Eigenschaften, die sich in der Materialität verbergen. Sie fragen danach, welche Rolle das Material für die Arbeit spielt oder erheben gar die spezifischen Eigenschaften des Materials zur formgebenden Kategorie.

Die Performance ist als eine Form der künstlerischen Darbietung Anfang der 1960er Jahre aus den Aktionskünsten heraus entstanden und kann aufgrund der offene Struktur schwer übergreifend definiert werden. Oftmals zielen die zeitlich begrenzten Aufführungen durch intensive körperbetonte Inszenierungen auf eine sinnliche Erfahrung des Betrachters ab. Erfahren Sie durch die Beispiele mehr über das Performative in der Kunst.

In der Titelwahl Prozesse / Aktionen wird bereits deutlich, dass eine zeitliche oder eine handelnde Komponente für die Werke dieser Rubrik bestimmend ist. Mit Künstlern des Fluxus und Happenings wird Ihnen hier jener historische Einschnitt präsentiert, in dem die klassischen Medien der Kunst verlassen werden.

Mit dem feministischen Diskurs der 1970er Jahre und der Herausbildung der Gender Studies bekommt das Thema Sex & Gender auch in der Kunst eine zentrale Bedeutung. Die künstlerischen Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Geschlechterrollen und -zuschreibungen werden deshalb ebenfalls in einem eigenen Themenbereich »ausgestellt«. Weitere politisch motivierte oder gesellschaftskritische Arbeiten finden Sie in dem Themenbereich Politische Positionen.

Raum wird in der Kunst des 20. Jahrhunderts zunehmend nicht nur als die bloße Umgebung der Kunstwerke begriffen, sondern seine Wirkung auf das Werk wird reflektiert. Jeder Raum, ob städtisch, privat oder virtuell, besitzt eigene Qualitäten, die für das Werk bedeutsam sind und umgekehrt vom Werk beeinflusst, negiert, unterstrichen oder untersucht werden können. Das Thema Stadt & Raum vereint hierzu zahlreiche unterschiedliche Positionen.

Die Themenüberschrift [Technische] Medien verweist auf eine Auseinandersetzung von Kunst mit dem Medium an sich. Zugleich impliziert sie die Verwendung und  Thematisierung technischer Medien im Speziellen. In der Vielfalt der Werkauswahl offenbart sich das, was die Mehrdeutigkeit der Überschrift verspricht.

Vergangenheit und Zukunft – der Rückblick und die Vorschau – Vorbild und Abbild. Im Bereich von Traditionen & Perspektiven ist beinahe die gesamte zeitliche Spanne des 20. Jahrhunderts vereint. Was sich in dieser Überblickschau abzeichnet, ist die große Bandbreite der figürlichen Darstellung. Die visuellen Antworten auf die Frage, wie der Mensch gesehen und dargestellt werden kann, sind allemal eine ausgiebige Betrachtung wert.

Ein Zeichen ist etwas, das über sich selbst hinaus weist, dem also eine zusätzliche Bedeutung innewohnt. Es ist die inhaltliche oder bildhafte Repräsentanz für etwas Anderes. Indem Künstler bewusst tradierte Zeichen einsetzen oder neue Zeichen generieren, reflektieren sie zugleich deren Funktionsmechanismen, wie diese Themenauswahl verdeutlicht.

Bildrechte: Calder Foundation New York / Foto Stiftung Lehmbruck Museum Bildrechte: VG Bild Kunst, Bonn 2014 Bildrechte: gemeinfrei, Foto: Peter Hinschläger Foto: Tobias Roch, Hagen

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