Traditionen & Perspektiven

»Alle Raum- und Welterfahrung geht aus vom Körpergefühl. Von daher erklären sich auch die Deformationen meiner Figuren. Sie sind gar nicht so sehr Verzerrungen der gegebenen Körpergestalt. Ich glaube vielmehr, man kann im Bilde der menschlichen Figur zugleich auch Außermenschliches ausdrücken, etwa Landschaft: ganz entsprechend dem, wie wir Berge und Schluchten im Körpergefühl nacherleben.«

Henry Moore, 1954

»Ausgangspunkt meiner »Figuren« ist der Mensch. Es geht mir nicht um das Erarbeiten eines »Abbildes«, sondern um die Realisation eines »Bildes«. Das Abbild ist ganz vom Vorbild abhängig und an ihm messbar. Seine Existenz wird durch das Vorbild bedingt. Das Bild lebt aus sich selbst. Das Abbild beruft sich auf seine Ähnlichkeit mit dem Vorbild. Das Bild ist – dinghaft – autonom. (…)

Der Mensch ist Ausgangspunkt, Stimulans und Ziel meiner Arbeit. Ich strebe kein naturgetreues Abbild an, sondern etwas wie ein anthropomorphes Zeichen.
Am Beginn meiner Arbeit stehen häufig Ideenskizzen, Zeichnungen, Modelle …, aber auch Versuche in Material. Es gibt kein Rezept, keine Formel für die Herstellung einer Skulptur. Jedes Stück hat seine eigene Enstehungsgeschichte. (…)«

Franz Bernhard, 1980/1985

Bildrechte: Calder Foundation New York / Foto Stiftung Lehmbruck Museum Bildrechte: gemeinfrei, Foto: Peter Hinschläger Foto: Tobias Roch, Hagen Bildrechte: VG Bild Kunst, Bonn 2014

Zu Sammlung hinzufügen…

×
×
×