Woody Vasulka

Er arbeitet mit raumfüllenden Installationen, generiert pulsierende Licht- und Klangräume und gibt generierten Sujets mit Großbilddrucken physische Körper. Er entwickelt eine expressive Bildsprache, die von der Materialität des elektronischen Signals ausgeht und gilt heute bereits als Pionier der Elektro-Optischen Bilderzeugung. Woody Vasulka publiziert, komponiert, unterrichtet und zeigt seine Arbeiten weltweit.?

Woody Vasulka wird 1937 in der ehemaligen Tschechoslowakei in Brünn als Bohuslav Peter Vasulka geboren. Er studiert Metalltechnologie und Hydraulik, arbeitet eine Weile und setzt dann seine Ausbildung mit einem Filmstudium an der Akademie der Darstellenden Künste in Prag fort. Er beginnt seine künstlerische Laufbahn mit Kurzfilmen und trifft Steinunn Briem Bjarnadottir, die im Rahmen eines Stipendiums 1959 nach Prag gekommen ist. Woody und Steina Vasulka heiraten 1964 und emigrieren 1965 in die USA.

Woody Vasulka arbeitet in New York anfangs als Filmemacher, widmet sich aber bereits ab 1969 der Arbeit mit elektronischen Medien. Gemeinsam mit Steina Vasulka und Andres Mannik gründet er das Zentrum für Experimental Performing Arts – »The Kitchen«. Im gleichen Jahr formt er mit Steina und Eric Siegel die Gruppe »Perception«. 1973 übernimmt er in Buffalo eine Professur am Center for Media Study. 1976 kauft er ein DEC LSI-11 Computer und baut mit Jeffrey Schier den »Digital Image Articulator«, ein Gerät zur Generierung digitaler Bilder. 1980 übersiedelt Vasulka nach Santa Fe, New Mexico und entwickelt dort den sogenannten »New Epistemic Space«.

1992 kuratiert Woody Vasulka gemeinsam mit seiner Frau Steina für die Linzer Ars Electronica die Ausstellung »Eigenwelt der Apparate Welt: Pioneers of Electronic Art«. Ebenfalls gemeinsam mit Steina geht er auf zahlreiche Artist in Residence – Einladungen ein und nimmt 1998 die Ehrendoktorwürde des San Francisco Art Institute an. 1995 gewinnt das Künstlerpaar den »Maya Deren Award« des American Film Institute und 1996 den »Siemens Media Art Prize«. Seit 1993 hält er eine Gastprofessur in seiner Heimatstadt Brünn.

In den Jahren 1971 bis 1987 entstehen zehn eigenständige Videoarbeiten (u.a. Art of Memory, 1987; The Commission, 1983) und zwischen 1970 und 1989 gemeinsam mit Steina 18 weitere (u.a. Spaces II, 1972; In the Land of the Elevator Girls, 1989). Woody Vasulka arbeitet mit raumfüllenden Installationen (Brotherhood, 1998), generiert pulsierende Licht- und Klangräume (Light Revisited Noisefields, 1974, 2002) und gibt generierten Sujets mit Großbilddrucken physische Körper (Iris Prints). Er experimentiert mit Form und Bewegung (Studies in Analog, Studies in Digital), Architektur und Verfremdung (Computer Studies, 1988 — 96) und der Synchronizität paralleler Ereignisse (Work in Stereo). Er entwickelt eine expressive Bildsprache, die von der Materialität des elektronischen Signals ausgeht und gilt heute bereits als Pionier der Elektro-Optischen Bilderzeugung. Woody Vasulka publiziert, komponiert, unterrichtet und zeigt seine Arbeiten weltweit.

Woody Vasulka lebt und arbeitet in Santa Fe.

Literaturauswahl

Steina & Woody Vasulka: Video works: Ausst.-Kat. NTT Intercommunication Center (ICC) Tokio, Tokio 1998

Woody Vasulka, The Brotherhood: Ausst.-Kat. NTT Intercommunication Center (ICC) Tokio, Tokio 1998

Steina & Woody Vasulka, Maschine media: Ausst.-Kat. San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco

Vasulka. Steina: Machine Vision, Woody: Descriptions: Ausst.-Kat. Albright-Knox Art Gallery, Buffalo/New York 1976 //1996

vasulka.org

Bildrechte: VG Bild Kunst, Bonn 2014 Foto: Tobias Roch, Hagen Bildrechte: Calder Foundation New York / Foto Stiftung Lehmbruck Museum Bildrechte: gemeinfrei, Foto: Peter Hinschläger

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