Markus Linnenbrink

Seine Arbeiten umfassen ebenso Skulpturen wie großformatige Bilder und teils ortsgebundene Wand,- Boden-, und Deckenmalerei. Im Mittelpunkt seines Œuvres steht die Farbe. Linnenbrink trägt sie in seinen Arbeiten in parallelen Streifen auf, punktiert sie flächenübergreifend, formiert sie zu Strukturen oder in Farbformen und auf unterschiedlichen Trägermaterialien.

Markus Linnenbrink wird 1961 in Dortmund geboren. Von 1969 bis 1971 lebt er in Brasov, Rumänien. 1982 — 1985 studiert er Malerei an der Gesamthochschule Kassel, von 1985 — 1988 als Meisterschüler bei Raimund Girke an der Hochschule der Künste in Berlin. 1999 erhält er einen Lehrauftrag an der Fachhochschule in Dortmund.

Linnenbrinks Arbeiten, die er seit 1988 in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zeigt, umfassen ebenso Skulpturen (z.B. Gebilde, 2002) wie großformatige Bilder und teils ortsgebundene Wand,- Boden-, und Deckenmalerei.

Im Mittelpunkt seines Œuvres steht die Farbe. Linnenbrink trägt sie in seinen Arbeiten in parallelen Streifen auf (Hammer Projects, 2003; Allesnochmalalles, 2005), punktiert sie flächenübergreifend (Jerusalem, 2003), formiert sie zu Strukturen (Seerosengießen, 2003) oder in Farbformen (Zap, 2005) und auf unterschiedlichen Trägermaterialien. Die Farbstreifen und -streuungen evozieren Bewegungen, Veränderungen, geben Wahrnehmungsanleitungen, denen das irritierte Auge folgen muss. Dabei erhalten seine Werke durch die spezielle Form der Farbverarbeitung physische Präsenz, aber auch narrative Qualitäten. Die Eigenschaften von Pigmenten und Bindemitteln, die Linnenbrink selbst anfertigt, sind entscheidend für die Konzeption der ästhetischen Farbwirkung. Tropfen, Schlieren, die sich der Substanz und Konsistenz der Farbe verdanken, geben »handgreiflich« Auskunft über den Entstehungsprozess, aber auch über das Eigenleben der Farbe (Laufen lassen, 1999). Linnenbrink bezieht sich überdies konzeptuell auch auf ikonografische Traditionen und kunsthistorische Farbkonnotationen und nutzt sie als Fundus seiner abstrakten Bildsysteme. Das »all over«, der scheinbar unbegrenzte, den »Rahmen« des Bildträgers überschreitende Farbauftrag suggeriert zugleich Vorstellungen endlosen Raums (Ausst. »Von der Fläche zum Raum«, 2001).

Markus Linnenbrink lebt und arbeitet in Dortmund und New York.

Literaturauswahl

Puvogel, Renate: Markus Linnenbrink, Ausst.-Kat. Kunstraum Fuhrwerkswaage, o.O. 1999

Markus Linnenbrink: Ausst.-Kat. mit einem Text von Reinhard Ermen, Köln o.J.

»Im Grunde«, Markus Linnenbrink: Ausst.-Kat., Köln o.J.

»reflect what you are«, Markus Linnenbrink: Ausst.-Kat., Köln o.J.

 

Bildrechte: VG Bild Kunst, Bonn 2014 Foto: Tobias Roch, Hagen Bildrechte: Calder Foundation New York / Foto Stiftung Lehmbruck Museum Bildrechte: gemeinfrei, Foto: Peter Hinschläger

Zu Sammlung hinzufügen…

×
×
×

Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 gibt die museumsplattform nrw einen umfassenden Einblick in die Sammlungen und Aktivitäten ausgewählter NRW-Museen – und regt damit zugleich auch ein neues Publikum zum Museumsbesuch an. Monatlich 13.000 Besucher*innen belegen das Interesse an diesem einzigartigen Instrument zum interaktiven und kommunikativen Umgang mit Kunst im Netz.

Ein intensiv gepflegter und konstant ausgebauter Newsbereich mit Hinweisen zu Ausstellungen und Veranstaltungen oder Features aus der Kunstszene NRWs gehört ebenfalls dazu. 2013 erhielt die bereits seit zehn Jahren aktive Online-Plattform den bedeutenden Grimme Online Award.

Für den Ausbau dieses Online-Angebots sind wir auf den dauerhaften Beteiligungswillen der Museen angewiesen. Auch wenn die aktive Ausgestaltung derzeit nicht erfolgen kann, laden wir Sie doch herzlich ein, unser breites Angebot zum interaktiven und kreativen Umgang mit der Bildenden Kunst und ihren vielfältigen Formen medialer Vermittlung spielerisch zu erkunden.

Ihr NRW KULTURsekretariat